Weicher, nicht aushärtender Zahnschmelz

Unsere (noch) 4jährige Tochter hat Zöliakie.

Das ist eine Lebensmittelunverträglichkeit auf Weizen-, Gersten- und Roggenprodukte. Schlimm, aber nicht tödlich (obwohl es manch Einer schon mal behauptete).

Ein Hinweis auf diese Krankheit fanden wir in den Zähnen. Der Zahnschmelz der Milchzähne härtete nicht aus, die Zähne waren ähnlich Radiergummis total weich und verschlissen (nutzten) sich sehr  schnell ab. Mit 1 1/2 Jahren bekam unsere Tochter in einer fast 2 stündigen Operation Zahnkronen bzw. die Zähne wurden versiegelt. Damit die Erwachsenenzähne besser stehen und die entstehenden Mehrkosten für Zahnspangen gering gehalten werden.

Den nächsten Hinweis fanden wir in ihrem Wachstum. Unsere Tochter hat eine Gedeihstörung. Mit 3 Jahren war sie so groß wie andere, gleichaltrige Kinder mit 28 Monaten. Mittlerweile (unsere Tochter bekommt seit August 2014 glutenfreie Nahrung) hat sie vom Gewicht und Größe gut aufgeholt. Der Appetit der Kurzen gleicht dem Meinem. Wie gesagt, sie holt nach dem Wechsel zu glutenfreier Nahrung gut auf.

Der (bisher) letzte Hinweis auf eine Nahrungsmittelallergie fanden wir in dem Stuhlgang bzw. in ihrer Verdauung. Unsere Tochter hatte mal Stuhlgang, dann wieder 3-4 Tage nicht. Dann hatte sich eine Art "Knubbel" im Darm festgesetzt, der nur mit Klistier oder ähnlichen "harten" Mittel aufgelockert bzw. gelöst werden konnte.

Sollte also Ihr Kind ähnliche "Symptome" zeigen - ab zum Kinderarzt. Es gibt einen einfachen Bluttest, der vorab klären kann, ob Ihr Kind eine Zöliakie, also Glutenunverträglichkeit hat. Natürlich muss es nicht eine Zöliakie sein. Es gibt leider immer öfters Allergien, die wir als Erwachsene im Kindesalter nicht hatten oder nicht kannten.

Lieber einen Tropfen Blut mehr zum Testen geben, als das Kind jahrelang leiden zulassen.

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