Ulysse Tachometer Pro - ein Zwischenbericht ....

Bevor jemand glaubt, ich bekäme Geld, worüber ich jetzt schreibe, irrt gewaltig !

Ich berichte über die Android-App "Ulysse Tachometer Pro", weil sie gut und nützlich ist.

Ich habe die App auf meinem Smartphone installiert, weil ich a) bei schlechten Lichtverhältnissen mies meinen Tachometer sehen kann und b) weil die App einen "Fahrtenschreiber-Modus" hat - finde ich ganz witzig.

Kommen wir aber zum Wesentlichen - die Anzeige der Geschwindigkeit.
Die Geschwindigkeit wird bei der App via GPS berechnet - häh - auf gut Deutsch, die App berechnet via GPS (Global Positioning System) die Geschwindigkeit. Ungefähr funktioniert es so - der zeitliche Abstand zwischen verschiedenen GPS-Satelliten wird gemessen. Dann wird die Veränderung der zuvor berechneten Punkten gemessen und umgerechnet. Klingt kompliziert, funktioniert aber fast (GANZ WICHTIG) genau. Es kommt auf die Anzahl der erfassten Satelliten an, um eine genaue Messung vorzunehmen - mehr erfasste Satelliten, höhere Genauigkeit und umgekehrt.
Auf freier Fläche und (mein Rekord bisher) 12 erfasste Satelliten - sehr genaue Geschwindigkeit. In Städten zwischen Häusern können die erfassten Satelliten rapide abnehmen und zum Beispiel in Tunnel ganz auf Null sinken. Dann wird keine Geschwindigkeit berechnet, da keine Satelliten erfasst werden.

Nachdem ich die App installiert hatte und das Smartphone in die Halterung verbaut hatte, fuhr ich zur ersten "Jungfern-Fahrt" los. Laut "meinem" Tachometer im Auto fuhr ich 50 km/h, die App zeigt aber "nur" 45 km/h an ????

Es liegt an den Autohersteller, die die Tachometer in den Autos immer ein wenig "lügen" lassen - und das hat auch einen Grund. Zum einen hat man zwischen einem neuen, frisch aufgezogenen Reifen und einem fast abgefahrenen Reifen bis zu 6 mm Unterschied (manche fahren auch bis zum Gewebe runter - davon rede ich aber nicht). Da der Durchmesser der Reifen wichtig für die Geschwindigkeitsberechnung ist .... lügen die Hersteller ein wenig. Manch einer kommt jetzt damit, dass er anstatt der original verbauten 16-Zoll-Felgen jetzt aber 18-Zoll-Felgen auf dem Auto hätte - vorsichtig mit solchen Behauptungen. Dann muss der Tacho (offiziell) neu nachjustiert werden (Aussage eines Kraftfahrzeugschlossers) - aber - und jetzt kommt nach seiner Aussage ein Erfahrungswert - aber die Toleranz (die Lüge der Automobilhersteller) in dem Tachometer reicht dafür gerade so aus.

Beispiel:
Meine Auto hat serienmäßig 16-Zoll-Felgen und eine Fehlerquote im Tachometer von - 6%. Ich fahre 50 km/h laut meinem Tachometer - real aber nur 47 km/h.

Jetzt baue ich mir 18-Zoll-Felgen ans Auto (gibt es die für meinen Wagen überhaupt) und habe eine Fehlerquote von -6%. Fahre laut Tachometer im Auto 50 km/h - ACHTUNG - real jetzt aber geschätzt 50 km/h !!! Weil der Durchmesser der Felge jetzt 5 cm größer ist, kommt eine Vergrößerung des Umfang von knapp 15 cm .... die Felge legt pro Umdrehung eine 15 cm längere Strecke zurück !!! Oft wird diese Vergrößerung des Durchmessers wieder durch  kleinere Reifenhöhen ausgeglichen.
(Ich behaupte nicht, dass die obengenannte Rechnung korrekt ist, ist Pi mal Daumen berechnet - es soll grob die Richtung zeigen).

Wie sind wir überhaupt hier hin gekommen ?
Ach ja - die gewollte Ungenauigkeit der verbauten Tachometer. Es gibt etliche Informationsvideos bei YouTube - wer mehr wissen möchte, bitte dort suchen.

Man kann bei der App in den Einstellungen dieses "Fehler" durch eine Korrektur ausgleichen, habe ich aber nicht gemacht. Ich richte mich auch weiterhin an "meinen" verbauten Tachometer im Auto.

Was aber bei der App meiner Meinung ganz witzig ist - der Fahrtenschreiber.
Der Fahrtenschreiber protokolliert quasi jeden gefahrenen Kilometer - dank GPS. Manche werden das als "störend" oder "ausspionieren" finden - die App sendet keinerlei Daten an den Hersteller. Somit ist also eine Überwachung nicht gegeben. Möglich vielleicht, wird aber von dem Hersteller ausgeschlossen. Ausserdem überwachen ganz andere Dienste deine Tätigkeit viel genauer - siehe Google, siehe Facebook oder andere.

Dann kann ich noch "Strecken" speichern. Dort werden dann Geschwindigkeit, Höhe und Route gespeichert, die dann via Transfer in verschiedenen Formaten an einem (oder bei mir an meinem) Laptop ausgewertet werden können.

Was ich mir noch wünschen würde ? Eine Schnittstelle zwischen OBD2-Stecker via Bluetooth und der App. Somit könnte ich dann den realen Spritverbrauch des Wagens mit der gefahrenen Strecken visuell verarbeiten können.

Wie viel verbrauchte mein Auto auf der gefahrenen Strecke in Echtzeit ?

Das wäre doch was ..... 

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Ich werfe mal einen, meiner berühmten „Blicke in die Zukunft“ … Wir werden dann in 10-15 Jahren wissen, inwieweit ich daneben lag oder wie...