Verwandtschaft - Genealogie

Ich liege noch wach hier so rum und dachte gerade so über "meine" Stammbaumforschung nach.

Schließlich "kämpfe" ich mich nun  seit fast 14 Jahren durch Archive, fragte Tanten & Onkel, nehme Rüchschläge in Kauf, telefoniere durch die ganze Welt - nur um Daten von a) Verstorbenen zu bekommen  und b) falsche Hinweise zu löschen.

Nun habe ich festgestellt, dass ich Verwandtschaft in Großbritannien und in Amerika habe. Genau - Harlow in der Nähe von London und in San Francisco.
Und das "nur" auf der mütterlichen Seite meines Vaters. In den anderen Zweigen bin ich noch nicht soweit, obwohl ich mittlerweile die Daten von ca. 1.300 Personen (Blutlinie) habe. Blutlinie heißt hier, dass diese Personen direkt von meinen Stammhaltern abstammen bzw. dass ich mit den Nachkommen direkt verwandt bin. Meine Töchter haben rechnerisch (ich habe noch nicht alle Daten aus der Ebene) ca. 900-1300 Cousins und Cousinen ....

In der väterlichen Linie stehe ich vor 2 großen Problemen. Problem 1 - das im Kirchenarchive archivierte Kirchenbuch ist sehr schwer leserlich und komme dort nicht wirklich weiter - und das bringt mich zu Problem 2. Wir haben ein Wappen (siehe etwas weiter unten). Schön. Ein Wappen, wo mich sogenannte Heraldiker einen Lügner bezeichnet haben. Der Stamm, der mit dem oder durch das Wappen erklärt wird, wäre ausgestorben. Und nun komme ich zum Problem 1 zurück. Ich kann es nicht nachschauen.

Aaaarrrrgggghhh Teil 1

Nächste Baustelle - die väterliche Linie mütterlicherseits. Der Nachname enthält der Buchstaben Ö - na und ? Den Buchstaben gibt es als solchen erst ab 1850 / 1860, teilweise in anderen Archiven auch erst noch später ..... Also gibt es nun Schreibweisen mit OE oder nur O oder komplett anders ....

Edit 21.10.2015:
Es betrifft nicht nur diese Linie, in der Linie mütterlicher Seits gibt es diverse Schreibweisen, die es a) so nicht mehr gibt und b) die es erst seit 1850 gibt.


Aaaarrrrgggghhh Teil 2

Dann das leidliche Problem mit Streit in den Familien. Da kann ich Beispiele bringen, da träumt der Chef ....

Beispiel 1:
Um 1780 waren die Menschen der Rechtschreibung nicht so mächtig, wie es heute ist. Obwohl - manchmal bin ich mir da nicht sooo sicher. Aber egal. Damals endete ein Name mit dem Buchstaben E - irgendwann hängte irgendwer da aber noch ein N dran. Also endete der Nachname jetzt plötzlich mit EN anstelle mit E. Und Zack - seitdem behauptet der Zweig der Familie, sie wären anderen Ursprung. Blödsinn, der Fehler ist sogar im oder durch das Kirchenarchive belegbar ..... 


EDIT 22.01.2016:

Um es einfacher zu machen, habe ich a) ein Bild mit Namen erstellt ....


und hier b) ein Ausschnitt aus einem originalen Kirchbuch aus dem Jahr 1862 (und die konnten schon ordentlich schreiben) ....


EDIT 22.01.2016 ENDE !!


Beispiel 2:
Manche "Zweige" reden seit Jahrzehnten nicht miteinander, weil irgendwann ein Bruder (oder eine Schwester) dem anderen Bruder (oder der anderen Schwester) vor die Karre trat (oder urinierte) oder so ähnlich. Daraus resultiert, dass Unterlagen vernichtet wurden oder Unwahrheiten erzählt werden.
Für mich als Chronist (und so sehe ich mich ein wenig) ist das alles andere als witzig.

Wenn ich nun schon seit fast 14 Jahren oder vielleicht schon länger an dem Stammbaum meiner Familie arbeite, werde ich wohl noch weitere 14 Jahre für die Komplettierung brauchen. Aber - die Familie ruht ja nicht. Sie wächst, wird neugeboren oder stirbt.

Ein ständiges Kommen und Gehen.

Ich werde wohl irgendwann meine Arbeit an den nächsten Verwandten abgeben und auch zu einem Zweig im Stammbaum werden.

Edit 21.10.2015:
Ich habe einmal das "unglaubliche" Wappen hier angehängt. Auf die Gefahr, dass ich wieder in der Luft zerrissen werde ....



Dieses Wappen befindet sich nun seit ca. 1790-1800 in familiären Besitz. Ob es nun damals "geklaut" wurde (was damals (um 1780-1790) durchaus der Fall war) oder ob es sich wirklich um das Wappen der Familie Roth handelt, weiß ich nicht. Ich möchte hiermit feststellen, dass die Familie Roth (also meine) dieses Wappen NICHT führt. Ich weiß nur nicht, woher es stammt. Ein Heraldiker (also jemand, der Wappenkunde beherrscht oder sich damit auskennt) bot mir an, für viel Geld das herauszufinden. Pööh, irgendwann finde ich es selber heraus .....

Habe ja Zeit ....

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