Jugendarbeitslosigkeit Part 2

Ich hatte es in dem vorherigen Post in einem Kommentar schon geschrieben ....

Früher gab es 3 Schulformen, die quasi die Schüler schon in eine (oft gerechte) Richtung gedrückt haben.

Hauptschule
Realschule (oder Mittelschule)
Gymnasium

Schüler der Hauptschule wurde oft Arbeiter, selten Meister oder "höhere" Berufe. Schüler der Realschule wurden eher Meister als Arbeiter, aber selten "höhere" Berufe. Schler der Gymnasien wurde oft Ingenieure als Meister, aber selten "niedrigere" Berufe.
Diese Klassifizierung ist nicht persönlich zu sehen, es zählt hier der Schnitt.

Heute gibt es kaum noch die Hauptschule, dafür ist die Gesamtschule entstanden. Dort wird "... alles irgendwie durchgeschliffen ... (Zitat eines Co-Rektors Gesamtschule), hier zählen nur die Schülerzahlen, die es "schaffen" müssen. Es geht nicht um die Qualität, sondern rein nur um die Quantität. Der einzelne Schüler muß sich ja nicht wirklich anstrengen, er wird ja durchgebracht.

Die Quittung erfolgt dann entweder in der Lehre (wo ja auch gelernt werden muss) oder im Studium. Hat der Student dann seine Studienjahre geschafft, hat gelernt und gelernt (neben den ganzen Parties extrem schwer) und wird dann ins Berufsleben entlassen - knallt es !!
In der Nachbarschaft wohnten Studenten, die (nach all den Jahren des Feiern, Lernen und Lebens - in der Reihenfolge ungefähr) dann ihr Studium beendet hatten und sich dann ins Berufsleben warfen - und nur noch Absagen erhielten. Zu alt (zu lange gefeiert), zu wenig Berufserfahrung (wie denn auch) und zu unflexible (anstatt Bier lieber für's Auto gespart).
Ich hatte mich mit einer Studentin unterhalten und sie verstand die Welt nicht mehr. Sie hätte doch einen Schnein nach dem Anderen gemacht, um ja genug für die Berufswelt zu haben - aber die Berufswelt hatte sich zwischenzeitlich auf eine andere Sparte spezialisiert. Nun stand sie da, fast 27 Jahre alt, etliche Scheine, gute Noten - war aber nicht mehr aktuell.

Nun frage ich mich - wenn all die Studenten, die nach Jahren des Studiums keinen Arbeitsplatz finden - was dann ? Hartz-4 ? Leiharbeiter ? Alles umsonst ?

Jetzt komme ich wieder auf Part 1 zurück ... Wäre da nun vor dem Studium eine bodenständige Ausbildung gemacht worden, hätte es der Student es ja wesentlich leichter. Er wäre dann nach dem Studium nicht Hartz-4-Empfänger, sondern könnte ja einen vorher erlerntern Beruf ergreifen ....

Also - müssen wir Arbeiter jetzt nicht nur die Rentenlasten tragen, sondern auch noch die Studenten ???

Es mag sein, dass mein Denken antquiert ist, aber - ich habe etliches in meinem Leben erlebt und bin im Nachherein sehr, sehr dankbar und froh, dass ich eine Lehre zum Maschinenschlosser gemacht habe.

Ich werden es meinen Töchtern empfehlen, zuerst eine Lehre (ob nun handwerklich oder im sozialen Bereich) zu machen. Wie heißt es so schön - Handwerk hat goldenen Boden !!!! Studieren können sie dann immer noch .....

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