Montag, 5. Juli 2021

Anfahrt Kroatien

Nun sind wir in Kroatien !

Schwere Geburt gewesen .... aber der Reihe nach !

Nachdem wir den Wohnungsschlüssel an unserem "Housekeeper" übergeben hatten, machten wir uns auf eine knapp 14 stündige Fahrt - hofften wir.
Während der Fahrt hatten wir im Auto das Radio an, um mögliche Verkehrshinweise früher zu bekommen, als Google Maps sie normalerweise anzeigt - kann, je nach Laune von Google auch schonmal etwas dauern. 

Ab Schweinfurt (ja, wir fuhren die A70 Schweinfurt - Bamberg, da die A9 Würzburg - Nürnberg mit Baustellen gepflastert ist) hörten wir, dass sich zwischen Passau und Grenzübergang Suben Aufgrund von Grenzkontrollen ein Stau von 5 km und 1 1/2 Stunden Wartezeit gebildet hatte - das war um 2 Uhr morgens !

Na toll !

Je näher wir kamen, desto kürzer wurde der Stau bzw. die Wartezeit. Wir beschlossen, uns unserem Schicksal zu fügen und machten diesmal keine Pause, sondern tankten und fuhren weiter. Ich war noch recht fit - also mit aufgetankten Auto und steigender Laune fuhren wir weiter.
Hat uns aber dann doch "erwischt" - den Grenzübergang in Sichtweite musste wir Stop-and-Go-Geschwindigkeit die letzten 500 m in 45 Minuten kriechen .... nur, um dann am Grenzübergang festzustellen - es waren gar keine Grenzkontrollen hier, man konnte durchfahren.

Auf österreichischer Seite machten wir dann - endlich - gegen 5:45 Uhr eine kleine Pause auf einem Rasthof, schliefen knapp eine Stunden und fuhren dann weiter Richtung Slowenien.
Grenzübergang Österreich - Slowenien war genauso viel Betrieb wie auf dem Paderborner Hauptbahnhof - nämlich nichts los. Wir konnte ohne Kontrollen durchfahren - Schengen-Abkommen sei Dank.

Die Fahrt durch Slowenien ist eigentlich ein Klacks - gut ausgebaute Autobahnen laden zum Schnellfahren ein. Sollte man aber nicht machen, könnte a) sehr teuer werden und b) einem den Urlaub vollkommen verhageln. Auch ist der vorherige Kauf der Vignette zwingend vorgeschrieben - das Vergessen könnte die Urlaubskasse ganz schnell leeren.

Ich bin im ADAC - mir passiert so etwas nicht.

Dann aber ....

Grenzübergang Slowenien - Kroatien .... bei Google Maps erschien ein Hinweis, dass die Abkürzung zwar 56 Minuten länger als die geplante Route sei .... Moment. Abkürzung - 56 Minuten länger ? WTF ?
Google Maps zeigte an, dass vor uns ein Stau mit einer Wartezeit von 2 Stunden + ist. Wieso steht da ein Plus-Zeichen ?? Ihr ahnt es vielleicht .....
Google Maps berechnet ja nur die Route und nicht die Zeit .... der Algorithmus konnte nicht berechnen, auf was wir gerade zufuhren.

Machen wir es kurz ....
Für knapp 4 Kilometer bis zum Grenzübergang Slowenien - Kroatien braucht wir knapp 4 Stunden. Meine Frau war, je näher wir zur Abfertigung slowenische Seite kamen, immer näher an der Schnappatmung. Autos drängelten sich in die Warteschlange, nur um keine 100 m weiter wieder in die ursprüngliche Reihe sich zu quetschen. Und genau aus diesem Grund dauerte es noch länger ....
Als wir an den Grenzübergang kamen, winkte der Grenzer uns nur durch - waren ja Deutsche, die alle geimpft, genesen oder getestet sind (könnte man glauben). Alle anderen Nationalitäten wurden quasi "zerlegt".

Dann kam die kroatische Grenzkontrolle .... laut meiner GPS-App sind es 375 m ... die schafften wir in rekordverdächtigen 45 Minuten !! Hier gleiches Verhalten - Deutsche wurden durchgewunken, alle anderen Nationalitäten mussten kontrolliert werden ....

Die letzten Kilometer ziehen sich wie Kaugummi .... man hat das Gefühl, die 360 km vom Grenzübergang zur Ferienwohnung dauern ewig - obwohl man gut 3 1/2 Stunden fährt.

Nun ja - 

2018 waren wir 18 Stunden unterwegs .... weil ein Computerfehler in Österreich bei der ASFINAC die Mautstationen gestört hatte.
2021 waren wir 19 Stunden 53 Minuten unterwegs .... weil einige Bekloppte meinten, sie müssten schneller in den Urlaub kommen.

Aber - wir sind heile angekommen. Meine Frau, unsere Kurze und ich sind in der Entspannungsphase und genießen die verbleibenden Tage unseres Urlaubes ....


😉😊😉


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Ich werfe mal einen, meiner berühmten „Blicke in die Zukunft“ … Wir werden dann in 10-15 Jahren wissen, inwieweit ich daneben lag oder wie...